Die Städtepartnerschaft zwischen Neustadt und Mâcon jährt sich heuer zum 70. Mal. Nachdem eine Delegation aus Neustadt bereits im Mai in Mâcon empfangen und der hiesige Oberbürgermeister Marc Weigel in die dortige Weinbruderschaft St. Vincent – Mâcon aufgenommen wurde, kam es nun zum Gegenbesuch. Die Stadt lud eine Delegation aus Oberbürgermeister mit Entourage, Partnerschaftskomitee und Feuerwehr sowie den dortigen Ordensmeister Bernard Bénas in Absprache mit unserem Ordensmeister Oliver Stieß zu einem gemeinsamen Abendessen.
Nach der gut 6-stündigen Anreise fand man sich in unserem Ordenshaus ein, um u.a. Gespräche darüber zu führen, wie wir die Beziehungen zwischen den beiden Bruderschaften wieder aufnehmen können. Der zur Begrüßung von der Stadt offerierte 2023er Mußbacher Eselshaut Rieslingsekt Extra Trocken von der Weinbiet Manufaktur fand allgemein guten Anklang, bei einem unserer Gäste jedoch sogar sosehr, dass er gleich noch „ein Kistchen“ für die Heimreise erwarb.
Nachdem alle Gäste eingetroffen waren, und man schon ein wenig Zeit gefunden hatte, sich beim Sekt auszutauschen, hielt unser Weinbruder und Oberbürgermeister Marc Weigel eine kleine Ansprache – die er für unsere französischen Gäste auch gleich selbst in deren Sprache wiederholte. Unter den Gästen befand sich auch Bernard André, der langjährige Vizepräsident des Partnerschaftskomitees aus Mâcon, der gleichzeitig einer von derzeit 4 Ehrenmitglieder unserer Weinbruderschaft ist.
Danach hielt unser Ordensmeister Oliver Stieß seine etwas längere Rede, um eine historische Einordnung der Situation vorzunehmen, hatte es im Vorfeld doch immer wieder Kritik gegeben, dass die Beziehung zwischen den beiden Bruderschaften in den letzten „eingeschlafen“ war. Die im kommenden Konventsbrief nachlesbare Rede wurde den Gästen natürlich verdolmetscht. Sie fand allseits wohlwollende Zustimmung und endete natürlich mit unserem Motto „in vite vita“. Erneut miteinander anstoßend hieß es dann wie gewohnt: „Worauf man einen trinken kann. Ei wenn nicht jetzt, ei wann dann dann?“
Schließlich wurde es Zeit, das im Nebenzimmer vorbereitete Buffet zu eröffnen, zu dem die Stadt einen 2025er Haardt-Riesling vom Weingut Müller-Catoir servierte, der ebenfalls von unseren Gästen gelobt wurde.
Nach dem Essen saß man noch lange beieinander, aber statt zu diskutieren, war man eigentlich schon mittendrin, die alte Freundschaft wiederzubeleben…

